Aktuelles

Update zum Tierheim Sirius bei Kiew

Update Sirius Shelter – 17.03.2022
Das Tierheim und die umliegenden Dörfern sind weiterhin abgeschlossen von der Versorgung. Ein nicht enden wollender Überlebenskampf für die Tiere und auch für die Menschen in dieser Region.
Die Tierheimleiterin und die Volontäre nutzen jede Möglichkeit ihre Schützlinge zu versorgen. Sie geben nicht auf und wir auch nicht. Sie kämpfen weiter und suchen ständig Möglichkeiten die Situation zu verbessern. Dies ist letztlich auch durch Eure Unterstützung überhaupt nur möglich!
Kürzlich konnte lokal Benzin für den Generator organisiert sowie Getreide, Gemüse und 400 kg Innereien gekauft werden. Dank des Benzins kann jetzt wieder eine Weile Futter für die Tiere gekocht und Wasser gepumpt werden.
Da wir nicht abschätzen können wie sich die Situation entwickelt, haben wir beschlossen in Abständen Eure Spenden weiter zu leiten, damit Sirius jederzeit „flüssig“ ist und somit jegliche noch so kleine Chance zum Erwerb von Futter und Benzin wahrnehmen und Rücklagen bilden kann. Diese Rücklagen sind wichtig, für den Kauf von größeren Futtermengen und für die Evakuierung einiger Tiere, falls doch ein grüner Korridor eingerichtet werden sollte. Leider sieht es danach aktuell nicht aus.
Die Solidarität vor Ort ist jedoch weiterhin groß, man kümmert sich nicht nur um seine eigenen Tiere, sondern auch um die anderen Tierheime. Man unterstützt durch Futterbestellung, wann immer es geht.
Durch Eure Spenden helfen wir also nicht nur Sirius, sondern auch vielen anderen Tieren.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen bisherigen Spendern für die tolle Unterstützung!

Update 11.03.2022
Die Lage in und um Dymer und das Tierheim Sirius (in Fedorivka, nördlich von Kiew) spitzt sich dramatisch zu. Lebensmittel- und Futtervorräte sind so gut wie aufgebraucht, es gibt keinen Strom, keine Heizung, etc.
Ein humanitärer „grüner“ Korridor konnte bisher nicht durchgesetzt werden. Hier der verzweifelte Hilferuf aus dem Tierheim (automatische Facebook Übersetzung von hier https://www.facebook.com/Shelter.SIRIUS/):

16 Tage in der Blockade der russischen Besatzer. Es ist unmöglich, so lange Lebensmittel und Medizin für Menschen und Tiere zu bringen.
Alle Bewohner von Dymerskaya OTG, 3165 Hunde und 218 Katzen unseres Tierheims wurden Geiseln des Krieges.
Die Unterkunft und die ganze Gemeinschaft stehen am Rande einer humanitären Katastrophe.
Menschen haben keinen Strom, Kommunikation, Internetzugang, Lebensmittel, Medizin und Grundbedürfnisse.
Bis zum 12. März gibt es genug Futtervorräte für Tiere, zwei Tage lang kein Benzin für den Generator.
Wir appellieren an die ukrainischen Behörden, internationale Organisationen und die Medien, das Problem der Schaffung eines „grünen Korridors“ für unsere Gemeinschaft zu schaffen/zu behandeln
❗️WIR WOLLEN TIERE EVAKUIEREN,
WIR WOLLEN ESSEN UND MEDIZIN BRINGEN.
WIR WOLLEN SIE NICHT IN GEFAHR HABEN ❗️
Also 3383 von ihnen, wir verstehen, dass das viel ist. Aber jetzt tun wir alles, um ihr Leben zu retten.
de_DE️ Briefe wurden an internationale Tierschutzorganisationen geschickt.
de_DE️ In den Medien Europas und den USA gab es eine Massenmail über die kritische Situation in den größten Tierheimen der Ukraine, die unter russischer Besetzung stehen
de_DE️ Appelle wurden an die größten Tierschutzorganisationen in Russland und Weißrussland gerichtet.
de_DE️ Wir stehen ständig mit der Kreisverwaltung in Kontakt und suchen unabhängig nach Möglichkeiten, alle notwendigen Sachen zur Verfügung zu stellen.
Helft uns, die Tiere zu retten!
Wir suchen derzeit Organisationen, die helfen, Tiere nach der Erstellung des Korridors ins Ausland zu evakuieren.
Sie müssen ein sicheres Zuhause finden.
Der grüne Korridor ist der einzige Weg, die Kriegsgeiseln zu retten!


Update 06.03.2022
Leider sieht es aktuell alles andere als gut aus.
Keine Straße ist mehr sicher in der Umgebung des Shelters nahe Kiew… So ist die Lage wohl nicht nur ums Sirius. Es gibt kaum noch Nahrung für Mensch und Tier, keinen Strom, keine Wärme… Russland hat einem sicheren Korridor nicht zugestimmt. Es wird geschossen… Alle haben Angst. Die ersten geschwächten Tiere sind verstorben. Der Mut und die Hoffnung schwinden
Folgende Nachricht erreichte uns via Facebook (automatische Übersetzung):

Aktuelle Nachrichten 06.03
Es gibt immer noch keinen sicheren Weg zum Tierheim.
Keine Neuigkeiten über „grünen Korridor“ – Russland stimmt nicht mit der Passage zu.
Mensch und Tier am Rande des Hungers.
Es gibt kein Licht und kein Wasser.
Es gibt ständig Schießereien rund um die Unterkunft.
Tiere haben Angst und verletzt, wenn sie versuchen zu fliehen.
Drei alte Hunde sind heute gestorben.
Wir glauben an unsere Verteidiger, wir glauben an den Sieg!
Vielen Dank an alle für eure Unterstützung
💙💛

Gleichzeitig wird auch die Situation in Russland immer dramatischer. Tierfutter, Medikamente, etc. All das gibt es schon vielerorts nicht mehr ausreichend und wenn, dann zu horrenden Preisen. Auch dort werden die Schwächsten als erste alles ausbaden müssen…

Update 02.03.2022
Bitte hört nicht auf die Tiere in der Ukraine zu unterstützen. Sie hungern und sind traumatisiert.
Aber zum Glück gibt es Menschen, die sich sehr für Tiere einsetzen:
Alexandra, die Tierheimleiterin des Tierheims Sirius in der Region Kiev, ist weiterhin vor Ort und kämpft für ihre Tiere.
Vorübergehend war der Kontakt abgebrochen, da für den Generator kein Benzin mehr da war und der Strom weg. Das Tragische ist, der Generator sorgt nicht nur für den allgemeinen Strom, sondern versorgt auch die Wasserpumpe. Kein Futter ist schlimm, aber ohne Wasser ist es eine Tragödie.
Gestern haben Nachbarn 10 Liter Benzin gebracht, was für ein paar Tage reicht. Somit kam auch endlich wieder ein Lebenszeichen von dort.
In den umliegenden Dörfern konnte man 2 Tonnen Weizen und 300 kg Fleisch, natürlich keine Filetstücke, sondern tierische Nebenprodukte, erwerben. Das Futter reicht aktuell bis Freitag. Nicht viel, aber besser als nichts.
Solange man nicht in die Ukraine hineinfahren kann, können wir nur finanziell helfen, damit es weiterhin möglich ist, in den umliegenden Dörfern wenigsten Getreide, Benzin und Fleischreste zu erwerben. Wir hoffen, diese minimale Versorgung ist aufrecht zu erhalten…
Bitte helft uns und somit auch den 3000 Tieren im Shelter.
Danke!
https://www.facebook.com/Shelter.SIRIUS/

Spenden

Bitte helft zu helfen unter dem Betreff „Tierhilfe Ukraine und Sirius“
Auxilium Animalis e.V.
IBAN: DE62 8306 5408 0004 2104 76
BIC: GENO DEF1 SLR
Deutsche Skatbank
Paypal: spenden@auxilium-animalis.de
(Spenden steuerlich absetzbar, bis 300 Euro vereinfachter Nachweis möglich)

Krieg in der Ukraine – Tierschutz im Ausnahmezustand

Die Wenigsten können sich vorstellen, wie es ist morgens in einem Land aufzuwachen, welches sich plötzlich im Krieg befindet.
Alle kennen die aktuellen Bilder aus den Medien, wie sich Menschen und Tiere in der Ukraine ängstigen und unter der aktuellen Situation leiden müssen. Wirklich zu realisieren ist dies für uns kaum – schon gar nicht, wie man unter solchen Umständen viele hundert Tiere durchbringen soll…

Hilferuf aus dem Tierheim Sirius bei Kiew

Auch einer unserer Tierschutz-Kontakte befindet sich in der Ukraine, in Kiew – mitten im Chaos – und hofft einfach nur diesen Albtraum schnell zu überleben. Der Weg zum privaten Tierheim Sirius, wo sie normalerweise tatkräftig unterstützt, ist abgeschnitten. So erreichen sie und uns nur über die sozialen Medien die Hilferufe von den im Tierheim verbliebenen Helfern. Diesen Rufen können und wollen wir uns nicht verschließen. Daher möchten wir dem Tierheim Sirius, so gut es irgendwie möglich ist, helfen.
Soweit wir wissen, stellt sich die Lage für das Tierheim Sirus aktuell wie folgt dar:
Die Zufahrtswege zu größeren Orten sind blockiert und die naheliegende Brücke wurde gesprengt. Die Tiere im Tierheim brauchen dringend Futter. Die Tierheimleiterin versucht verzweifelt in den anliegenden Dörfer Lebensmittel für die Tiere zu erwerben. Auf dem Video sieht man, dass Mahlzeiten aus Kartoffeln hergestellt werden. Nicht artgerecht, aber die einzige Möglichkeit die Versorgung der vielen schutzbefohlenen Hunde und Katzen wenigstens minimal aufrechtzuerhalten. Wie lange dies noch gelingt ist ungewiss…
Das Tierheim Sirius befindet sich in Yasnogorodka, in der Region Kiew. Es finanziert sich hauptsächlich über private Spenden und beherbergt derzeit rund 3000 Katzen und Hunde. Die Hilfe war immer schon knapp, eigentlich zu knapp um alle die hungrigen Mäuler zu stopfen. Einige ortsansässige Unternehmen spendieren hier und da Futterlieferungen.
Im Allgemeinen haben Tiere in der Ukraine keine besonders große Lobby. Einige erinnern sich vielleicht an die Bilder der grausamen Streunertötungen zur Fußball-EM 2012. Die Welt wurde aufmerksam… mit Kastrationsaktionen hat man langsam versucht die Lage der Tiere zu verbessern.

Das Tierheim Sirus besteht sogar bereits seit dem Jahr 2000. Im November 2021 feiert man sein 21. Jubiläum. Glückliche und strahlende Gesichter zeugten von der erfolgreichen Arbeit der letzten Jahre. Niemand konnte da ahnen, welche Sorgen und Ängste um die Tiere nur wenige Monate später in diesen Menschen ausgelöst wird. In Ländern wie der Ukraine ist die Versorgung immer ein Überlebenskampf, der jedoch heute, im Februar 2022, ein ganz anderes Level erreicht hat.
Wir möchten das Tierheim Sirus und damit auch die großartigen Helfer dort finanziell unterstützen und bitten daher um Ihre Hilfe!
Es wird nicht nur Geld für Futter benötigt, sondern auch für medizinische Versorgung kranker, verletzter und heimatloser Tiere. Nach dem Krieg wird es sicher schlimmer denn je… Sobald sich die Situation entspannt, möchten wir Geld für die Hilfe vor Ort zur Verfügung stellen.
Wir würden, wenn die Umstände es erlauben, gern auch einige Katzen und Hunde auf Pflegestellen unterbringen. Damit soll Platz und Entlastung geschaffen werden für Tiere, die aufgrund des Krieges heimatlos wurden und dringend medizinische Hilfe benötigen.
Wir versuchen Euch auf dem Laufenden zu halten…
Sirius Homepage: https://dogcat.com.ua/en

Spenden:
Bitte helft zu helfen unter dem Spendenbetreff „Tierhilfe Ukraine und Sirius“
Auxilium Animalis e.V.
IBAN: DE62 8306 5408 0004 2104 76
BIC: GENO DEF1 SLR
Deutsche Skatbank
Paypal: spenden@auxilium-animalis.de
(Spenden steuerlich absetzbar, bis 300 Euro vereinfachter Nachweis möglich)

Dieser Beitrag wurde unter Informationen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.